Modepüppchen

Sep 15, 2019
Was die gängigen Fashionblogs und Frauenrevue’s an aktueller Mode passieren lassen, macht Skipperin Mut. Mut und Zuversicht, kein neues Kleidungsstück kaufen zu müssen. Skipperin schwört euch: NICHTS. Es passt und geht nämlich alles, was gehortet und die letzten Jahre angeschafft wurde. Passt in Grösse, Länge, Stil und Farbe. Muss neu gemischt, anders kombiniert oder mit Accessoires aufgemotzt werden.

Die Liste der Key Pieces der Saison, worin sich die meisten Herbstmode-Beiträge einig sind, listet Skipperin frei frank aus dem Schrank als persönliche Inventarliste auf:

Farbiges Leder– türkisfarbener Pencilskirt, olivgrünes Etuikleid, gelbe Lederjacke und rote „vegane“ Lederhosen ✔
Dark Romance– Doc Marteens anno 1984, kombiniert mit schwarzer Spitze, dem Tülltüttu aus dem Ballettshop oder dem Rüschchenkleid, derbe Boots mit Nieten zur braven Organza-Bluse ✔
Strickkleider– Bodenlanger Strickschlauch mit Querstreifen in Blau-Korall-Beige (da muss das Modell 2018 reichen, heikel zum Tragen) ✔

- Denim– in drei, vier verschiedenen Jeansfarben gibt es genug Oberteile wie Bluse, Jacke oder Neckleck-Form. Zum Glück sind die hüfttiefen Beinmodelle bis zum nächsten Revival unsichtbar. Ist besser so, für den Effekt von längeren Beinen. Denim passt als Culotte oder in Schlagform und/oder als Skinny in Stilettolänge, aber in Taillenhöhe. ✔

Federn– vom Pfau oder Vogelstrauss auf Kragen, als Ballonjupe, Bomberjacke und Bolero ✔

Plateau– in Stiefellette- Sandaletten- Boots und Pumpsform, gwüss Gott gnue ✔

Roter Teppich-Auftritt– Pailletten, Lack, Fure Fake, Glanz und Glimmer-Fimmel ✔
Karos– auf Flanellhemd und auf weitem Wollmantel auch Picknick-Decke genannt ✔

Sollte die Versuchung locken, ihre Kohle beim nächsten Shopping in neue Kleider auszugeben, dann macht sie das halt lieber nicht. Aus gutem Gewissen verzichten, oben in Inventarliste öffentlich bewiesen, weil ein ähnliches Stück schon im Schrank hängt. Kleider machen sie glücklich. Schuhe auch. Beide gehören halt genauso wie das Verkleiden zu einem persönlichen Hobby. Meist sind die Stücke mit Sorgfalt getragen, fachgerecht gereinigt und gehortet. Das braucht Platz, Ordnung und ist Teil von Nachhaltigkeit, keine Klamotten zu entsorgen, weil die ja alle in ihren Trends wiederkommen. Liebe Marie Konda, gäu, ein Gegenargument zu deinem Entsorgungs-Hype?

 

Der grüne Faden 
Mit der richtigen Reinigung und Schuhmacherei, können einzelne Stücke im Second Hand gehandelt werden oder Jahrzehnte überleben. Wir investieren in Marken, die pro Kleidungsstück einen Baum pflanzen oder gehen der fair trade und slow fashion nach. Tragen getragene Kleider und kaufen veganes Leder, nachhaltige Kollektionen, wo immer wir den Überblick auf die Produktionskette behalten – und nicht angelogen werden. Oder aber wir handhaben es wie Emilife: er macht aus unmöglichen Gegenständen im Haushalt Kleider, Hüte und Schuhe. 
Inspiriert euch aus seinem originellen Fashion-Statement:

#_emilife

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