Skipperin durfte bis Ende 2020 einen bunten Buchstabensalat
auf der digitalen Plattform für Deutschfreiburg skippr.ch
anrichten. Eine carte blanche sozusagen.

Diese Newsplattform für Deutschfreiburg heisst neu
frapp.ch und ist für alle Freiburger oder solche, die es
gerne wären. Es gibt sie als Gratis-App, auf den social medial
im Netz und im Verbund von digitalen Beiträgen, Radio und TV.

Bilingue und im Verbund aller elektronischen Medien. 

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Ein Wort von Skipperin

Über das Mädchen mit den schwarzen Strümpfen

Es war im Sommer des Vorjahres, auch so ein Hitzerekord wie 2019, da zog ein Mädchen aus der grossen weiten Millionenmetropole in die tiefste Provinz der Region. Sie trägt einen Sorgenfresser als Tattoo auf dem Fuss, trug weite Bundfalten-Shorts, meist schwarz und dazu immer schwarze durchsichtige Strümpfe.

Auf Schienen laufen

Eigentlich ein stylisches No Go im lokalen Strand- und Seeleben, diese Strümpfe, aber dank ihren schönen langen Beinen, war das schnell verziehen. Nun das Mädchen fand schnell einen Job, eine eigene Wohnung, eine Aufenthaltsbewilligung B, gleichaltrige Freunde und ältere Stammkunden, die sie im Service ihren eigenen Aussagen nach hervorragend und freundlich bedient hat. Sogar der Dorfmetzger, der sie nie im Restaurant besucht hat, wusste das. Trinkgeld floss zuhauf, wovon sie zwar nicht alles gesehen hat, weil es in der Gemeinschaftskasse landet. Oben hinauf haben Gäste ein Kanu und ein Standup-Paddle gratis zur Verfügung gestellt. 12 bis 17 Stundentage sind in der Hochsaison normal, für ein junges Mädchen erträglicher, als für eine ü45 Chefin, die gleichzeitig zwei Restaurants führt.

Sonnenbad

Nun, im Sommer 2019 sind nicht nur Mädchen’s Beine natürlich braun gebräunt und strumpffrei, sun kissed auf Neudeutsch, die Styles schwarz mit farbig-heller Abwechslung, aber die Sonnenbrillen haben sich vermehrt, der Konsum an Sonnencrème auch. Kein Wunder mit der Arbeit im Freien auf der Strandterrasse. Der Traum nach der Matura und einem Studium in Kriminologie oder Psychologie rückt näher und geht nach zwei Jahren Warterei auf ein Stipendium endlich in Erfüllung. Leider nicht hier.

Nach einem Trimester als Seeländer Provinzpomeranze kehrt das Mädchen als Grossstädterin durch endlose Strohballen und Staus zurück in die Traum-Metropole vieler von uns. Skipperin will, dass sie etwas Wasser, Wald und Wiese von hier mit nach Hause nimmt. Etwas, das neben Studium, Gastrojob und Ausgang Seele und Körper gut tut und sie erinnern mag, wie das Seeland neben der grossen weiten Welt duftet. Weil, Parks und Seen gibt es auch im grossen Hasenstall, Berlin.  

Wenn du wüsstest, wie lieb ich dich habe, sagte der grosse Hase zum kleinen Hasen. Au Revoir sagt Skipperin, nahe am Wasser gebaut.